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Rehabilitation) in dieser Klinik und in welchem Falle
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KOMPLEXES REGIONALES
SCHMERZSYNDROM TYP I Der Begriff "Komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ I (Typ 1)" ist nach der International Association for the Study of Pain die relativ neue Bezeichnung für den Mor bus Su deck. Typ II steht für die frühere Diagnose "Kausalgie" Ein komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ I tritt selten auf, Schätzungen gehen von ca. 13000 Fällen pro Jahr aus. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, Kinder selten. Die Angaben, wie oft diese Schmerzerkrankung nach einem Unfall bzw. nach einer Verletzung (dazu zählen auch operative Eingriffe) auftritt, variieren sehr stark, sie reichen von 0,04 bis 4 %. Da ein
komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ I aber
nicht zwingend nach jeder Verletzung auftritt, muß es eine individuelle Kran
kheitssdisposition
(= Kran
kheitsanfälligkeit)
mit besonderer vegetativer
(= das unwillkürliche
Nervensystem betreffende) Labilität
geben. Manche Autoren vermuten auch eine psychische Labilität. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um reaktive, neurovaskulär (= Nerven - und Gefäßsystem betreffend) bedingte, in (meist, aber nicht immer) 3Stadien ablaufende Weichteil - und Knochen veränderungen rumpfferner Gliedmaßen abschnitte als Verletzungsfolge (v.a. nach Knochen brüchen), seltener aber auch spontan (= von alleine, ohne erkennbare Ursache). Die Pathogenese
(= Kran
kheitsentwicklung)
ist unbekannt.
Besonders gravierend ist ein komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ 1 im Bereich der Hand, weil sie dort häufig zur Invalidität bzw. zu einer Behinderung führt. Im Bereich der unteren Extremität tritt diese Schmerzkrankheit bevorzugt im Bereich des Fuß es auf, selten Hüfte oder Knie. Die drei (klassischen) Stadien der Erkrankung: 1.
Akutes Stadium 2.
Dystrophisches (= durch
Mangel- oder Fehlernährung bedingte Störungen und Veränderungen einzelner
Körperteile betreffendes) Stadium 3.
Stadium der At rophie In letzter Zeit sehen wir aber zunehmend, von dieser Stadieneinteilung abweichende Krankheitsverläufe. Wie wird die Diagnose "komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ I" gestellt?
1) Systemisch (= den Gesamtorganismus betreffende) medikamentöse Behandlung:
2) Lokale (= örtliche) medikamentöse Therapie:
3) Therapeutische Lokalanästhesie Die konsequente Anwendung
der
therapeutischen Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem
örtlichen Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika) führt beim
Typ I zu wirklich beachtlichen Erfolgen und stellt derzeit auch die einzig
sinnvolle Therapie dar. · Hüfte: Kontinuierliche Blockade des Plexus lumbalis mittels N. femoralis-Katheter** · Oberschenkel, Knie: Kontinuierliche Blockade des N. femoralis** (periphere Variante) · Unterschenkel (hinten und außen) sowie Füße: Kontinuierliche Blockade des N. ischiadicus** Auch die
Nerven
femoralis und
ischias bzw.
ischiadicus führen vegetative Fasern, so daß die erwünschte
Sympathikolyse (=
gefäßerweiternde und damit durchblutungssteigernde Wirkung)
ebenfalls eintritt. Daß serielle bzw. kontinuierliche Nervenblockaden beidieser Kran kheit sehr hilfreich sind, ist auch schon seit längerem in der Fachliteratur gut dokumentiert. Z.B. Lehmann, K.A.: postoperative Schmerztherapie, WVGmbH Stuttgart, 485-93 (1993). - Murray, P., Floor, K., Atkinson, R. E.: Continuous axillary brachial plexus blockade for reflex sympathetic dystrophy - Anaesthesia 50 (7), 633-5 (1955). - Ribbers, G. M., Geurts, A. C., Rijken, R. A., Kerkkamp, H. E.: Axillary brachial plexus blockade for the reflex sympathetic dystrophy syndrom, Int. J. Rehabil. Res 20 (4), 371-80 (1977). Auch in den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation sind zur Behandlung beim komplexen reg ionalen Schm erzsyndrom (Symp athische Reflexdyst rophie) Nervenblockaden aufgeführt - http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll-na/036-006.htm Die aufgeführten, invasiven (= in den Körper eindringenden) Therapiemethoden der speziellen Schmerztherapie setzen eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in spezialisierten Einrichtungen angeboten werden können. Insbesondere sind die kontinuierlichen Blockaden mittels eingepflanztem Katheter in Deutschland nur in ganz wenigen Schmerzzentren (Schmerzkliniken) durchführbar, so z.B. in Bad Mergen theim. Begleitend hat sich auch eine Infusionsserie mit Lidocain (z.B. Xylocain 2%) (= ein mittellang wirkendes, örtliches Betäubungsmittel) als hilfreich erwiesen. Dabei werden unter Pulskontrolle (Monitor) in aufsteigender Dosierung jeweils 50, 100 u. 150 mg gelöst in 200 ml Kochsalz 0,9% mit Hilfe einer Infusionspumpe (z.B. Infusomat) innerhalb eine Stunde verabreicht, wobei sicherheitshalber ein Abstand von 24 Stunden zwischen den einzelnen Infusionen eingehalten werden sollte. Man kann Lidocain auch serienmäßige mittels intraarterieller Injektionen (= Spritzen in eine Schlagader) in die A. femoralis (= Beinschlagader) oder A. brachialis (= Schlagader des Armes) verabreichen, so z.B. 2-3 mal täglich 1-1,5ml (= 20-30 mg) im Abstand von 8-12 Stunden über 10 Tage. Dabei gelangt das örtliche Betäubungsmittel in die sog. Endstrombahn und führt dort zu der gewünschten Gefäßerweiterung (Sympathi kolyse) bei gleichzeitiger Schmerzlinderung. Selbst wenn die Blutader nicht genau getroffen wird, tritt trotzdem eine gefäßerweiternde Wirkung ein, da um das Blutgefäß herum sympathische (= Teil des unwillkürliche Nervensystem betreffende) Nervenfasern verlaufen. So wird z.B. in der Neuraltherapie aus diesem Grunde bewußt um das Gefäß herum infiltriert. Manche Autoren empfehlen sog.
Sympathikus-Blockaden mit Guanethidin. Der Wirkstoff findet
auch zur Behandlung eines Bluthochdrucks Verwendung. Der Wirkmechanismus beruht
auf der Verminderung der Freisetzung des Botenstoffs Noradrenalin aus den
Endigungen der Nervenzellen. Vorteil dieser intravenösen Blockademethode
(= das Medikament wird in
ein zum Herzen zurückführendes Gefäß eingespritzt, wobei aber z.B. der Arm
vorübergehend abgestaut wird) ist,
daß die Wirkung bis zu 72 Stunden anhalten kann. Nachteil ist das gegenüber den
Nervenblockaden deutlich erhöhte Behandlungsrisiko. 4) Andere, zusätzliche Therapiemaßnahmen der Diagnose "komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ 1": · Akupunktur(Schmerzakupunktur) · Als physikalische Therapiemaßnahme eignet sich bei dieser Kran kheit die Ultraschallbehandlung (Thomalske 1991). · Auch eine Magnetfeldtherapie (pulsierende Signaltherapie) kann sehr hilfreich sein, gleiches gilt für die Hochtontherapie. · Ganz wichtig sind therapiebegleitend intensive krankengymnastische Übungsbehandlungen (auch Lymph drainagen) und eine funktionelle Ergotherapie. Die krankengymnastische Übungsbehandlungen dürfen aber nicht schmerzhaft sein, weil sich sonst die Blutgefäße zusammenziehen und damit die lokale Stoffwechselstörung begünstigt wird. Optimal ist die Krankengymnastik, wenn durch die eben beschriebene Blockadebehandlung die Schmerz reizleitung weitgehend ausgeschaltet wird. · Hypnoide (= bewußtseinsverändernde) Verfahren wie autogenes Training oder progressive Relaxation nach Jakobson aber auch ein Schmerzbewältigungstraining sind eine sinnvolle Ergänzung der Gesamtstrategie. Neuerdings führen wir bei der Diagnose "komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ I" im Bereich der unteren Extremitäten (= Beine) zusätzlich mit gutem Erfolg die SynOpsis Therapie durch. Die Unterschenkel des Pat. befinden sich dabei in einem mit Wasser gefüllten Gefäß. Über einen Computer werden der Flüssigkeit Schallwellen einer bestimmten Frequenz pulssynchron (= in Ahängigkeit vom Pulsschlag) zugeführt. Es handelt sich dabei um ein sog. syncardiales (= im gleichen Rhythmus) Gefäßtraining. Über eine Verbesserung der Durchblutung wird der lokal (= örtlich) gestörte Stoffwechsel optimiert. Mehr über diese Therapie erfahren Sie hier: www.1-avk.de (einfach anklicken). Besteht ein komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ 1 längerfristig, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen sind rein somatische (= körperliche) Schmerzbehandlungen kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen, hilfreich ist auch ein psychologisches Schmerzbewältigungstraining. Erläuterungen: *Bei der sog. kontinuierlichen Blockade eines Nerven mit Katheter wird der
dünne Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Ner
ven eingepflanzt. Die Einpflanzung
erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht
“aufgeschnitten” werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals
täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das
Lokalanästhetikum
(=
örtliche Betäubungsmittel)
völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des
örtlichen Betäubungsmittels durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe
angeschlossen werden. Das
örtliche Betäubungsmittel
wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei
gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend
krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die
schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus
anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch
die sog. vegetativen Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche
Durchblutungssteigerung und damit Optimierung des lokalen
(= örtlichen) Stoffwechsels
(besonders wichtig bei einem komplexen regionalen Schmerzsyndrom Typ I)
resultiert.
In absehbarer Zeit müssen Krankenhäuser
ihre jeweiligen Fallzahlen veröffentlichen, dann kann auch ein
Patient erkennen, welche Klinik in der Behandlung einer bestimmten
Krankheit die größte Erfahrung hat. Wir gehen als
Rehabilitationseinrichtung jetzt schon mit gutem Beispiel voran: Hier (einfach anklicken) gelangen Sie zur E-Mail einer Patientin, die mit den beschriebenen Methoden behandelt wurde und lesen Sie die Briefe weiterer Patienten, deren Sudeck ebenfalls erfolgreich behandelt werden konnte: www.morbus-sudeck.de/anhang-5 .
Haftungshinweis: ----------------------------------------------------------------- aktualisiert: >04.02.2009</> kusb& <strong>Komplexes
regionales Schmerzsyndrom Typ I</strong> <strong>Komplexes
regionales Schmerzsyndrom Typ 1</strong> |